Weingüter

Weinführer

Der Weinführer

Text und Photos: Greta Hessel www.die-textgestalterin.de

 

neuesLayoutDINA4_athocTeil11

gl0414_s01-36_20

gl0414_s01-36_36

gruenes_leben_alleSeitenTeil20

gruenes_leben_alleSeitenTeil14

Markgräflerland:

Der Castellberg in Ballrechten-Dottingen:  Steile Hanglage, malerische
Hügellandschaft mit eindrucksvollen Trockenmauern und Steintreppen, weit über die Landesgrenzen hinaus als wertvolles Natur- und Kulturerbe bekannt. Auf den Rebfläche rund um den Castellberg gedeihen typische badische Gewächse wie Gutedel, Spätburgunder, Grau- und Weißburgunder sowie Müller-Thurgau.

Die von den sonnenbeschienenen Trockenmauern tagsüber gespeicherte Wärme wird nachts wieder abgegeben, dies wirkt sich besonders günstig auf die Reben bzw. die Qualität der Traube aus. Die Weine sind auch für Veganer geeignet, da keinerlei tierische Schönungsmittel den Weinen zugegeben werden.  Alle Weine sind BIO-zertifiziert und im Vita Naturmarkt Freiburg erhältlich, außerdem im Naturkostfachhandel  www.andere-weine.de

———————————————————-

Der Castellberg bietet nicht nur für den Winzer hervorragende Weinlagen und Erholung, sondern auch Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Um diese kulturhistorische
Steillage vor dem Verfall zu bewahren, haben sich vor einigen Jahren in einer beispielhaften Kooperation, unter dem Motto „Helfen mit Genuss“, einige Weingüter und zahlreiche Institutionen zusammengeschlossen, um eine Sanierung des Castellberges durchzuführen. Mit dem Kauf der Weine wurde dieses Projekt unterstützt.

Die älteste Kulturrebe ist 5000 Jahre alt.

Im Jahr 2000 feierte das Markgräflerland im Süden Badens ein ganz besonderes Jubiläum: die heimische Rebsorte Gutedel wurde (etwa) 5.000 Jahre alt. Ihre Urheimat wird in Palästina vermutet, der Anbau am mittleren Nil vor 5.000 Jahren gilt als verbürgt. Vermutet wird danach eine Verbreitung an Römer und Griechen durch die seefahrenden Phönizier. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel in französische Anbaugebiete. Südwestlich von Mâcon sollen die Reben bei dem Ort Chasselas angebaut worden sein, eine Erklärung für das bis heute in den französisch sprechenden Anbaugebieten der Schweiz gängige Gutedel-Synonym Chasselas. Fest steht, dass auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts Gutedel angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen und südlich von Freiburg, dem heutigen Markgräflerland. Eine größere Verbreitung erfuhr der Gutedel erst durch die Aktivitäten des Markgraf Friedrich von Baden, der 1780 aus Vevey, einer bekannten Weinbaugemeinde am Genfer See, Pflanzgut einführte.

Bedeutung

Als wohlschmeckende Tafeltraube wird der weiße und der rote Gutedel weltweit angebaut. Für die Weinerzeugung spielt er in der französisch sprechenden Schweiz eine dominante Rolle, und auch im Elsass stehen einige wenige Weinberge. In Deutschland konzentriert sich der Gutedelanbau nahezu ausschließlich auf das Markgräflerland. Hier sind 1.100 der 3.000 Hektar Rebfläche des Weinbaubereichs mit der ältesten Kulturrebe bestockt. Die südbadische Spezialität behauptet ihre Anbaufläche seit Jahrzehnten.

Weinphilosophie

Wein ist von Natur aus unverwechselbar. Doch erst durch den Einsatz und das Können des Winzers und des Kellermeisters kann er unvergesslich werden. Ziel ist es, dem Markgräfler Boden, dem mediterranen Klima und den traditionellen wie auch den internationalen Rebsorten ein außerordentlich harmonisches Geschmackserlebnis zu entlocken.

Bewirtschaftung

Die Arbeit in den Reben werden traditionell nach den Richtlinien des kontrolliert umweltschonenden Weinbaus ausgerichtet:
Begrünte Hänge fördern das ökologische Gleichgewicht und bewusst reduzierte Erträge die ausgeprägte Kraft der Frucht. Der Charakter der Trauben ist von Klima und Böden geprägt; das Ergebnis umschmeichelt den Gaumen und zeugt von erlesener Qualität.

Keller

Moderne Kellertechnik und sorgfältige Verarbeitung schützen den Charakter der natürlichen Aromen und dienen als Wegbereiter des vollendeten Geschmacks: Schonendes Abpressen, langsame Vergärung mit natürlicher Hefe und die bedachte Ruhezeit lassen vollmundige Tropfen von überzeugender Reife entstehen.
Quelle und Fotos: www.weingut-loeffler.de

——————————————————-

Bioweine aus dem Biokeller
In Deutschland und besonders in Baden-Württemberg wird der ökologische Weinbau schon lange großgeschrieben und so findet man im Freiburger Ökowein-Keller eine ausnehmend große Auswahl an qualitativ hochwertigen vorwiegend badischen Weinen mit größter Aromenvielfalt. Alle Weine stammen aus ausschließlich ökologischem Anbau und unterliegen strengen jährlichen Kontrollen. Der Boden ist im wahrsten Sinne des Wortes die grundlegende Voraussetzung für den ökologischen Weinbau. Zur Düngung werden ausschließlich Humus, Kompost oder andere organische Nährstofflieferanten verwendet und als Pflanzenschutzmittel kommen nur reiner Kupfer und Schwefel gegen den Echten und Falschen Mehltau zum Einsatz. Die einzelnen Rebzeilen werden mit unterschiedlichen Pflanzen begrünt. Diese begünstigen ihrerseits auf natürliche Art und Weise aktiv das Bodenleben und die Artenvielfalt in den Weinbergen. www.biokeller.de

—————————————

 

Piwis
Weine aus pilztoleranten Traubensorten.

Man nennt sie PIWIS und
mittlerweile sind sie KULT. Sie heißen Prior, Johanniter, Helios, Monarch, Regent, Cabernet, oder Rondo und werden gerne im
BIO-Weinbau eingesetzt.

Sie haben eindeutige ökologische Vorteile im Anbau: Es kommt zu wenig- bis gar keinem Pestizideinsatz, sie haben keine Kupferbelastung, weniger Überfahrten, sind bodenschonend und verursachen dadurch insgesamt weniger CO2-Austoß.

Wie so oft entstehen die besten Gedanken bei einem Glas Wein. So war es auch mit dem Namen „Cabito“. Zusammen mit einem befreundeten Winzer diskutierte Edgar K. Rieflin über pilztolerante Weine. Da diese Weine mehr Ähnlichkeiten mit einem mediterranen Geschmacksbild haben, konnte der Winzer sie nicht in seinem hofeigenen Geschmacksportfolio unterbringen. Es wurde der Name „Cabito“ kreiert und mit einem eigenen Etikett vermarktet. Cabito ist ein Fantasiename auf der Grundlage von Cabernet. Das Freiburger Weinbauinstitut züchtet insbesondere pilztolerante Cabernetlinien (PIWI) und da der erste Wein überwiegend ein Cabernet Carol war, ist dieser Name entstanden. Die Weine zeichnen sich durch ein mediterranes Geschmacksbild aus, welches vielen Weingenießer/Innen entgegen kommt. Schließlich haben schon viele im Süden Urlaub gemacht.

Anfänglich wurden sie den Weintrinkern als Tafelweine ohne Namen angeboten.  Seit Mitte der 90er Jahre sind die ersten pilztoleranten Weine (PIWI) im Einsatz und räumen seitdem die Preise ab: Silbermedaille beim internationalen Bioweinpreis 2012, Gold beim internationalen PIWI Weinpreis 2013, Silbermedaille beim internationalen Bioweinpreis 2012, Silbermedaille bei Mundus Vini Biofach 2013, Gold beim internationalen PIWI Weinpreis 2013. Die bekanntesten Sorten sind wohl Regent und Johanniter.

Die Weinlinie Cabito umfasst mittlerweile sechs verschiedene Weine und einem aus PIWI Trauben gebrannter Trester aus dem kleinen Holzfass.So schmecken sie:

Johanniter – der frische Weiße
Ein Duft nach Blutorange, feinen, hellen Blüten, angenehm, nachhaltig und frisch. Schlanker fruchtiger Weißwein in Richtung Riesling.

Solaris – die milde Spätlese
Intensives Fruchtaroma, am Gaumen schmeichelnd doch nicht pappig. Eleganter, feinherber Wein.

Rosé –
der knackige Sommertrunk
Monarch/Regent: Duft nach reifen, roten Beeren. Geschmeidig im Trunk, langanhaltend, ein sehr guter Essensbegleiter.

Rot – das Rotweincuvée
Regent, Monarch, Cabernet Cortis. Ein mediterraner Typ, sehr dunkle Farbe, Frucht nach Kirsche, Cassis, etwas Teer, geschmeidige Tanninstruktur, voll und anhaltend.

Prior – der leichte Rote
Geschmacklich in Richtung Spätburgunder. Klar und sauber, leicht und doch anhaltend, auch gekühlt ein eleganter Tropfen, Duft nach hellen Kirschen.

www.andere-weine.de

Secco, auf der Basis
des Cabito Rosé
Spritzig, elegant, mit feinem Mousseux.